Fotografie

Der eigentliche Begriff Fotografie wurde zum ersten mal im Jahre 1839 in einer Zeitung erwähnt, und zwar von einem Astronomen. Dies geschah noch vor englischen und französischen Veröffentlichungen. Bis zum 20. Jahrhundert wurden als Fotografie alle Arten von Bildern bezeichnet, die rein mithilfe vom Licht entstehen, und zwar auf einer Oberfläche die chemisch behandelt wird. Fotografie, vor allem heutzutage kann auch als ein Medium verstanden werden, das in unterschiedlichen Zusammenhängen eingesetzt werden kann. So können fotografische Abbildungen zum Beispiel sowohl mit einem künstlerischen als auch kommerziellem Charakter sein. Im ersten Fall ist klar von einer künstlerischen Fotografie die Rede, im zweiten Fall versteht man beispielsweise Werbe-, Mode- oder Industriefotografie u.s.w.

FotografieDes Weiteren kann über die Fotografie unter verschiedenen Aspekten geredet werden. So kann man eine Fotografie sowohl vom künstlerischen, technischen, gesellschaftlichen, sozialen als auch ökonomischen Aspekt betrachten. Fotografie wird ebenfalls auch in der Medizin und Journalismus verwendet, und ist zum Teil auch ein Lehre- und Forschungsgegenstand in der Kunstgeschichte und der relativ jungen Bildwissenschaft. Zwar war der potenzielle Kunstkarakter der Fotografie in der Vergangenheit über längere Zeit umstritten, doch mit dem Beginn des 20. Jahrhundert und der Entwicklung des Pictorialismus als Stilrichtung ist auch dies nicht mehr länger bestritten. Was jedoch immer noch umstritten ist, ist die eigentliche Einordnung der Fotografie – nach einigen Forschungsrichtungen wird die Fotografie der Kommuniktions- und Medienwissenschaft zugeordnet, jedoch ist diese Zuordnung immer noch umstritten.

Ein weiterer Merkmal der Fotografie – sie unterliegt dem vielschichtigen und komplexen Fotorecht, so sind beispielsweise die Bildrechte bei sämtlicher Nutzung von vorhandenen Fotografien zu beachten. Zur Entstehung der Fotografie wird prinzipiell ein optisches System benötigt, es wird also meist mit einem Objektiv fotografiert. Technisch aber vereinfacht betrachtet, geschieht das so: Jedes Objekt reflektiert Licht. Das von einem Objekt ausgesendete Licht wird vom Objektiv auf die lichtempfindliche Schicht einer Foto- oder Filmpalette reflektiert, eventuell auch auf einen Bildsensor – also einen fotoelektrischen Wandler. Das optische System kann dabei durch verschiedene Einstellungen manipuliet werden, wie z.B. die Scharfstellung, Blendeeinstellungen, Farbfilterung, Objektivbrennweite, Belichtungszeit, Beleuchtung und andere.

Somit stehen bei einer Fotografie zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Am stärksten durchgesetzt hat sich die Spiegelreflexkamera, sowohl im Analog- als auch im Digitalbereich. Jedoch werden für viele Aufgaben – je nach Anwendebereich – auch unterschiedliche Arten von Spezialkameras benötigt und dementsprechend auch eingesetzt. Dass die Fotografie heutzutage als eine vollwertige Kunstform akzeptiert wurde, kann man an der ständig wachsenden Anzahl von Museen feststellen, als auch an verschiedenen Forschungseinrichtungen und Sammlungen für Fotografie. Des Weiteren gibt es auch eine Zunahme der Fotografie-Professuren. Obwohl die Fotografie in zahlreichen Gebieten diskutiert wird, fehlt bisher immer noch eine umfassende und einheitliche „Theorie der Fotografie“.